Interviews

Lea Kaib bringt queere Liebe ins Rampenlicht

Viele Menschen suchen in Büchern längst mehr als nur Unterhaltung. Sie wollen Figuren, die sich echt anfühlen. Geschichten, die berühren, ohne perfekt zu sein. Charaktere, in denen man sich wiederfindet oder endlich zum ersten Mal gesehen fühlt.

Lea Kaib schreibt genau die Geschichten, die vielen Leser*innen lange gefehlt haben. Die Autorin verbindet Humor mit emotionaler Tiefe und erzählt queere Geschichten, die nahbar, modern und voller Gefühl sind. Im Interview spricht sie darüber, warum Literatur Menschen manchmal mutiger macht als das echte Leben und weshalb sie ihre Figuren niemals glatt oder künstlich wirken lassen möchte.

Interview mit Lea Kaib

Interview Lea Kaib

Wann hast du gemerkt, dass du schreiben möchtest und was hat dich dazu gebracht, dranzubleiben?

Tatsächlich schon als Kind! Ich habe es immer geliebt, eigene Geschichten zu erfinden. Damals habe ich meiner Oma Sailor Moon Fan Fiction geschrieben, sobald ich einen geraden Satz schreiben konnte. Ich bin mit Büchern aufgewachsen, und so war meine Liebe für Literatur immer präsent.

Was inspiriert dich aktuell am meisten für deine Geschichten?

Das kann wirklich alles Mögliche sein: mal ist es ein Song, der mir nicht aus dem Kopf geht, ein anderes mal eine Serie oder ein Theaterstück. Mich inspiriert das tägliche Leben. Ich beobachte gerne Menschen – und manchmal landen sie dann, weit abgewandelt, in meinen Büchern.

Wie würdest du deinen Schreibstil oder deine Bücher in wenigen Worten beschreiben?

Humorvoll mit vielen tiefgründigen Emotionen und immer queer.

Gibt es Themen oder Emotionen, die sich wie ein roter Faden durch deine Geschichten ziehen?

Eigentlich nur die Queerness. In meinen Romanen sind die Hauptfiguren immer queer. Ich bin selbst queer und will möglichst authentische Geschichten in die Buchhandlungen bringen.

Lea Kaib vertraut auf die Wirkung ihrer Worte

Zitat Lea Kaib

Wie sieht dein typischer Schreibprozess aus – eher geplant oder intuitiv?

Mal so und mal so! Früher habe ich jede Szene durchgeplant, heute schreibe ich auch gerne mal intuitiv. Wichtig ist vor allem, dass ich vor dem Schreiben einen konkreten Plan habe: die Figuren müssen sich für mich „echt“ anfühlen und das geht nur, wenn ich den Plot halbwegs ausgearbeitet habe.

Welche Szene oder welcher Moment aus deinen Büchern ist dir besonders im Kopf geblieben und warum?

Ich denke, da bleibt immer die letzte Geschichte, die ich gerade geschrieben habe, im Kopf. Das wäre bei mir eine Szene aus „University of the Enchanted“, aber da das Buch erst am 28. August erscheint, darf ich hier noch nicht zu viel verraten …

Was sollen Leser:innen fühlen oder mitnehmen, wenn sie dein Buch beendet haben?

Ich will den Leuten gar nicht aufdrücken, wie sie sich fühlen sollen. Literatur kommt bei jeder Person eben anders an. Aber ich freue mich immer besonders, wenn ich auf Instagram Nachrichten von Leser*innen erhalte, die mir schreiben, dass sie sich aufgrund meiner queeren Thematiken geoutet haben oder dass sie sich jetzt mehr mit der eigenen mentalen Gesundheit befassen.

Woran arbeitest du gerade und worauf dürfen sich deine Leser:innen als Nächstes freuen?

Leider sind das immer sehr geheime Projekte, über die ich noch nicht reden darf … Im August kommt mein Romantasy-Roman mit Rätseln: „University of the Enchanted“ und demnächst erscheint eine Kurzgeschichte von mir in „Magic is all around“ von Coppenrath.


Wer mehr von Lea Kaib und ihren queeren Geschichten voller Humor, Gefühl und Fantasy entdecken möchte, findet die Autorin auf TikTok und Instagram mit Einblicken in ihren Schreiballtag, neue Projekte und buchige Momente.

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