Trotz des geschichtsträchtigen Aufschwungs des Frauensports müssen viele Athletinnen nach wie vor um die für sie verdiente Anerkennung kämpfen. Und zwar nicht ausschließlich in puncto Bezahlung, sondern auch, was die Medienpräsenz sowie das gesellschaftliche Ansehen angeht. Verfolgen Sie natürlich insbesondere die beliebteren Wettkämpfe, stoßen Sie auch auf Sportwetten, die auf dem Wincomparator Algorithmus basieren. Diese helfen Frauen Sportturniere optimal einschätzen und verfolgen zu können. Aber wo steht die Gleichberechtigung wirklich?
Diese Fortschritte machen Mut
Gleich vorweg: Es gibt in diesem Zusammenhang auch gute Nachrichten. Dazu zählt etwa die Tatsache, dass es bei Olympia 2024 in Paris erstmals eine paritätische Geschlechterverteilung gab. Außerdem verfolgen auch abseits rund die Hälfte der Zuschauer den Frauensport mit, was einen deutlichen Anstieg bedeutet. So verzeichneten etwa die EURO 2025 und die Rugby-WM ebenso wie die Cricket-WM, die ein Milliardenpublikum zu Buche stehen hatte, Rekordzahlen. Es handelt sich hierbei längst nicht mehr um ein Nischenprodukt und auch die Sponsorings steigen. Damit einhergehend können Klubs mit höheren Budgets planen und Athletinnen avancieren immer mehr zu einflussreichen Persönlichkeiten.
Trotzdem gibt es bei der Sichtbarkeit eine hartnäckige Lücke
Studien belegen, dass die größte Baustelle nach wie vor in der medialen Sichtbarkeit liegt. 2025 widmeten sich weltweit rund 16 % der Sportberichterstattung den Athletinnen. Einerseits bildet das einen Fortschritt gegenüber früheren Anteilen von 10 %, aber ein ausgewogenes Verhältnis ist nach wie vor in weiter Ferne. Das hat weitreichende Folgen, hängen doch hiervon die Sponsorings, die Medienrechte und somit die gesamte Wertschöpfungskette ab.
Wenig überraschend schlägt sich das auch auf das Geld, bei dem die Schere weit auseinanderklafft, nieder. So kam es etwa dazu, dass sich auf der Forbes-Liste der 50 bestbezahlten Sporttreibenden der Welt 2025 keine Frau wiederfand. Pauschalisieren kann man das jedoch nicht, gibt es doch Vorreiter und Nachzügler:
- Zu den ersteren zählen etwa alle vier Grand-Slam-Turniere, die immer das gleiche Preisgeld zahlen. Bei den US Open gilt das bereits seit dem Jahr 1973 auf Betreiben von Billie Jean King, Wimbledon zog als letztes 2007 nach.
- Die Preisgelder wurden allerdings etwa auch im Squash und in der World Surf League angeglichen.
- Allen voran im Fußball bleiben in den Teamsportarten häufig Gehälter und Preisgelder deutlich hinter jenen der Männer zurück.
- Das liegt zumindest teilweise auch an den geringeren Einnahmen aus Medienrechten, Ticketing und Sponsoring. Kritikerinnen und Kritiker lassen das jedoch nur bedingt gelten und werfen eine jahrzehntelange Unterinvestition vor.
Die subtilen Benachteiligungen abseits der Zahlen
In einer Umfrage unter rund 300 deutschen Spitzensportlerinnen erwähnten viele ihr Gefühl, für dieselbe Anerkennung mehr als die Männer leisten zu müssen. Zudem werde zumindest von einem Teil erwartet, sich weniger emotional zu präsentieren, nahbarer zu sein und auf ihr äußeres Erscheinungsbild zu achten. Außerdem, und dann wären wir gewissermaßen wieder bei den Statistiken, sind die Frauen in Trainer- und Führungspositionen weiterhin klar unterrepräsentiert.
Zwar machten im Vorjahr in Großbritannien Zahlen Hoffnung: Es entfielen nur 8 % der Prime-Time-Berichterstattung auf den Frauensport, aber er stand immerhin für 13 % der Sehstunden. Das deutet darauf hin, dass es in erster Linie an den zu wenigen Gelegenheiten dafür hapert. Gäbe es mehr Übertragungen, würden diese mehr Vorbilder schaffen und neue Fans sowie damit neue Einnahmequellen mit sich bringen.






