Sie war das Gesicht der sexuellen Revolution, die Verkörperung des französischen Schicksals und die begehrteste Frau der Welt. Doch hinter der glanzvollen Fassade der Ikone verbirgt sich eine turbulente Geschichte voller Leidenschaft, Trennungen und der ständigen Suche nach dem großen Glück. Wer waren die Brigitte Bardot Ehepartner, die versuchten, das „Ewig-Weibliche“ an ihrer Seite zu halten?
Tauchen wir ein in das bewegte Privatleben einer Frau, die das Kino veränderte und schließlich in der Stille ihrer Villa in Saint-Tropez ihre wahre Bestimmung fand.
Roger Vadim: Der Schöpfer und erste Ehemann
Die Geschichte von Brigitte Bardot beginnt eigentlich mit Roger Vadim. Er war es, der das junge, schüchterne Mädchen mit den Schmollmoll-Lippen entdeckte. Als sie erst 18 Jahre alt war, gaben sie sich 1952 das Ja-Wort.
Vadim war nicht nur ihr Ehepartner, sondern auch ihr Mentor. Mit dem Film „Und immer lockt das Weib“ schuf er 1956 den Mythos BB. Doch die Ehe hielt dem massiven Druck des plötzlichen Weltruhms nicht stand.
1957 folgte die Scheidung, doch die künstlerische Verbindung und eine lebenslange Freundschaft blieben bestehen.
Brigitte Bardot Ehepartner Jacques Charrier: Die schwierige Rolle als Vater
Nach der Trennung von Vadim suchte Bardot Stabilität, fand jedoch eine hochemotionale Achterbahnfahrt. 1959 heiratete sie den Schauspieler Jacques Charrier. Diese Verbindung steht unter einem besonderen Stern, da aus ihr Bardots einziger Sohn, Nicolas-Jacques Charrier, hervorging.
Warum hat Brigitte Bardots Sohn sie verklagt?
Die Beziehung zwischen Mutter und Sohn war von Beginn an belastet. Bardot, die sich selbst nie als Mutterfigur sah, bezeichnete die Schwangerschaft in ihrer Autobiografie später drastisch als „Tumor“.
Diese harten Worte führten Jahre später zu einem tiefen Bruch. Nicolas-Jacques Charrier verklagte seine Mutter wegen dieser Schilderungen in ihrem Buch „Initialen B.B.“ auf Schadensersatz und Schmerzensgeld.
Ein trauriges Kapitel in der Biografie der Schauspielerin, das zeigt, wie sehr sie mit der traditionellen Frauenrolle haderte.
Gunter Sachs: Jetset-Liebe und Rosenregen
Die wohl spektakulärste Episode in der Liste der Brigitte Bardot Ehepartner ist die Ehe mit dem deutschen Industriellen-Erben und Playboy Gunter Sachs.
Die Werbung um sie ist legendär: Sachs ließ aus einem Hubschrauber hunderte rote Rosen über ihrem Anwesen „La Madrague“ regnen. 1966 heirateten sie in Las Vegas. Es war die Fusion zweier Superstars des Jetsets.
Doch der goldene Käfig und die ständige Beobachtung durch die Paparazzi zermürbten das Paar. Nach nur drei Jahren wurde die Ehe 1969 geschieden. Sachs blieb jedoch als treuer Freund in ihrem Leben, bis zu seinem tragischen Freitod im Jahr 2011.
Serge Gainsbourg: Die musikalische Affäre
Obwohl sie nie verheiratet waren, darf Serge Gainsbourg in dieser Aufzählung nicht fehlen. Er war zwar kein Ehepartner im rechtlichen Sinne, aber vielleicht derjenige, der ihre Seele am besten verstand.
Die leidenschaftliche Affäre Ende der 60er Jahre brachte Welthits wie „Je t’aime… moi non plus“ (in der Originalversion mit BB) und „Bonnie and Clyde“ hervor. Gainsbourg verehrte sie als Muse, doch Bardot kehrte schließlich zu ihrem damaligen Ehemann Gunter Sachs zurück, um die Ehe zu retten – ein vergeblicher Versuch.
Brigitte Bardot Ehepartner Bernard d’Ormale: Der Hafen der Ruhe
Nach vielen Jahren der Einsamkeit und kurzen Romanzen fand Bardot schließlich Beständigkeit. Seit 1992 ist sie mit Bernard d’Ormale verheiratet.
Er ist der Mann, der an ihrer Seite blieb, als sie sich immer mehr aus der Öffentlichkeit zurückzog. Bernard teilt ihr Leben in Saint-Tropez und unterstützt sie bei ihrer lebenslangen Mission, die weit über den Glamour von Hollywood hinausgeht.
Wie viele Ehemänner hatte Brigitte Bardot?
Insgesamt war Brigitte Bardot viermal verheiratet:
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Roger Vadim (1952–1957)
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Jacques Charrier (1959–1962)
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Gunter Sachs (1966–1969)
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Bernard d’Ormale (seit 1992)
Der radikale Wandel: Vom Filmstar zum Tierschutz
In den 70er Jahren vollzog Bardot einen Bruch, der die Welt schockierte. Auf dem Höhepunkt ihrer Schönheit verkündete sie ihren Abschied vom Kino.
Ich habe meine Jugend und meine Schönheit den Männern gegeben. Jetzt gebe ich meine Weisheit und meine Erfahrung, das Beste von mir, den Tieren, sagte sie einst.
Ihr Engagement für den Tierschutz wurde zu ihrem Lebensinhalt.
Mit der Gründung der „Fondation Brigitte Bardot“ kämpft sie bis heute erbittert gegen Pelzhandel, Tierversuche und die Jagd auf Robbenbabys. Der Tierschutz ist für sie kein Hobby, sondern eine radikale Hingabe, für die sie oft Kritik und rechtliche Auseinandersetzungen in Kauf nahm.
In den Tieren fand sie die Treue, die sie bei vielen Menschen vermisste.
Wer war die große Liebe von Brigitte Bardot?
Fragt man nach der „einen“ großen Liebe, ist die Antwort komplex. Während Vadim ihr Schöpfer war und Sachs ihr Verehrer, bezeichnete sie oft die Freiheit und ihre Tiere als ihre treuesten Gefährten.
In Interviews deutete sie jedoch an, dass die Zeit mit Serge Gainsbourg eine der intensivsten Phasen ihres Lebens war. Doch letztlich scheint ihr Ehemann, Bernard d’Ormale, derjenige zu sein, der die nötige Ruhe und Akzeptanz in ihr Leben brachte, um alt werden zu können.
Fazit: Brigitte Bardot Ehepartner, ein Leben jenseits der Norm
Brigitte Bardot war nie nur eine Schauspielerin; sie war eine Naturgewalt. Die Liste der Brigitte Bardot Ehepartner liest sich wie ein Who-is-Who der Zeitgeschichte, doch keiner von ihnen konnte sie ganz besitzen. Sie blieb stets sie selbst: rebellisch, unkonventionell und oft missverstanden.
Heute ist der Glanz der Filmstudios verblasst, aber ihr Erbe als Kämpferin für die Schwächsten der Gesellschaft bleibt bestehen. Sie hat bewiesen, dass man eine Ikone sein kann, ohne sich den Erwartungen anderer zu beugen.







