Saranda Nimoni begleitet Frauen dabei, ihre Weiblichkeit nicht länger zu erklären oder zu kontrollieren, sondern sie wieder zu verkörpern. In ihrer Arbeit verbindet sie Körperarbeit, Massage und zyklisches Wissen zu einem ganzheitlichen Prozess, der Frauen zurück in ihre innere Weisheit führt. Im Mittelpunkt stehen nicht Symptome oder Optimierung, sondern das ehrliche Spüren des eigenen Körpers und das Wiederentdecken der eigenen Kraft.
Viele Frauen, die zu Saranda Nimoni kommen, fühlen sich erschöpft, emotional überfordert oder vom eigenen Körper abgeschnitten. Im Interview spricht sie darüber, warum Zykluswissen weit mehr ist als Theorie, weshalb PMS eine Botschaft trägt und wie weibliche Kraft entsteht, wenn Frauen aufhören, gegen sich selbst zu leben. Ein Gespräch über Intuition, Körperintelligenz und den Mut, sich selbst wieder zuzuhören.
Interview mit Saranda Nimoni
Was hat Sie dazu bewegt, Frauen auf ihrem Weg zur Weiblichkeitskraft zu begleiten?
Nach der Geburt meiner ersten Tochter habe ich begonnen, mich intensiv mit Frauenthemen auseinanderzusetzen. Ich hatte schon immer grossen Respekt vor dem menschlichen Körper – aber der weibliche Körper toppt noch einmal alles. Mir ist es besonders wichtig, mit Tabuthemen aufzuräumen, wie der Menstruation – schliesslich ist sie keine Randerscheinung – sowie mit Scham- und Schuldgefühlen, die viele Frauen unbewusst belasten.
Über die Jahre habe ich erkannt, wie sehr Frauen ihre eigene Kraft unterschätzen – nicht weil sie schwach wären, sondern weil sie nie gelernt haben, ihre innere Weisheit, ihren Zyklus und ihre Körperintelligenz zu verstehen. In meiner Arbeit habe ich gesehen, wie viel Schmerz, Anspannung und Selbstzweifel entstehen, wenn Frauen zu weit von ihrer Natur entfernt leben.
Das hat in mir den tiefen Wunsch geweckt, Frauen zurück in ihre Mitte zu begleiten – in ihre Lebendigkeit, ihre Intuition und ihre ursprüngliche Weiblichkeit.
Welche Themen bringen Frauen am häufigsten zu Ihnen?
Die meisten Frauen kommen zu mir wegen Erschöpfung, emotionaler Überforderung, Nackenverspannungen, hormonellen Dysbalancen oder weil sie sich „irgendwie abgeschnitten“ fühlen. Viele spüren intuitiv, dass ihre Symptome etwas mit unterdrückten Emotionen, ungelösten Themen oder zyklischer Überlastung zu tun haben.
Oft geht es um das Bedürfnis nach Raum, nach ehrlichem Fühlen, nach Entschleunigung und nach einem tieferen Verständnis ihres Körpers. Häufig bringen sie auch Wut mit: Wut auf die Gesellschaft, weil Frauen immer noch zu viel alleine tragen, ohne dafür wirklich wertgeschätzt zu werden.
Wie verändert sich das Leben einer Frau, wenn sie ihren Zyklus besser versteht?
Wenn eine Frau ihren Zyklus wirklich versteht, hört sie auf, gegen sich selbst zu kämpfen. Sie erkennt plötzlich Muster, die sie früher belastet haben, versteht ihre Energie, ihre Bedürfnisse und ihre Grenzen im Monatsverlauf. Entscheidungen werden klarer. Selbstfürsorge wird natürlicher. Beziehungen entspannen sich. Und sie beginnt, ihr Leben so zu gestalten, dass es mit ihr fliesst – statt gegen sie. Zykluswissen macht Frauen mutiger, weicher, authentischer und kraftvoller zugleich.
Sie erkennt auch, dass z.B. PMS nicht einfach ein lästiges Übel ist, dass man ertragen muss, sondern eine klare, wertvolle Botschaft mit sich bringt. Zudem erkennt sie die Superkräfte in jeder Zyklusphase und weiss diese weise einzusetzen.
Saranda Nimoni: Leben im eigenen Rhythmus
Was macht Ihre Prozessbegleitung für Weiblichkeit besonders wirksam?
Ich arbeite nicht nur über den Kopf – ich arbeite ganzheitlich: körperlich, emotional, energetisch und spirituell. Meine Begleitung verbindet fundiertes Wissen mit Intuition, Embodiment und tiefen Prozessen. Ich sehe den Menschen hinter den Worten und den Schmerz hinter der Spannung. Durch Körperarbeit öffnet sich oft ein Raum, in dem Frauen fühlen können, was sie sonst vermeiden.
Und genau dort beginnt die Transformation: im Körper, in der Gebärmutterkraft, in der inneren Wahrheit. Zudem habe ich ein wirkliches Talent, auch die unbequemen, aber äusserst wichtigen Fragen zu stellen – die Fragen, die oft den Durchbruch bringen.
Wie kombinieren Sie Massage, Körperarbeit und Frauenthemen in Ihrer Praxis?
Für mich gehören diese Bereiche zusammen, weil der Körper niemals lügt. In der Massage spüre ich Blockaden, die oft emotionale Wurzeln haben. Im Gespräch finden wir die Themen dahinter. Und in der Begleitung helfe ich der Frau, diese inneren Muster zu erkennen und zu lösen. Körperarbeit öffnet die Türen – Frauenthemen geben ihnen Bedeutung und zyklische Arbeit bringt Integration und Stabilität.
Was raten Sie einer Frau, die spürt, dass sie mehr in ihre Kraft kommen möchte?
Ich würde ihr raten, den ersten Schritt zu gehen – egal wie klein er ist. Ihrer Intuition zu vertrauen, auch wenn sie leise spricht. Sich Zeit zu nehmen, um den eigenen Körper wieder zu spüren. Und vor allem: sich nicht mehr zu erklären oder zu rechtfertigen.
Weibliche Kraft entsteht, wenn eine Frau aufhört, anderen zu gefallen, und beginnt, sich selbst zuzuhören. Und wenn sie Unterstützung möchte, darf sie sie annehmen — denn niemand muss diesen Weg alleine gehen.
Ich begleite Frauen im Tanz ihrer zyklischen Natur – mitten in einer linearen Welt.
Über Saranda Nimoni
Saranda Nimoni begleitet Frauen dabei, ihre Weiblichkeitskraft wiederzuentdecken und ihren Körper als Quelle von Weisheit, Energie und Intuition zu erleben. In ihrer Arbeit verbindet sie Massage, Körperarbeit und zyklisches Wissen mit tiefem Einfühlungsvermögen.
Frauen schätzen ihre klare, intuitive Art, mit der sie körperliche Blockaden ebenso erkennt wie emotionale Muster. Sie schafft Räume, in denen Frauen sich sicher, gesehen und gehalten fühlen und in denen Transformation, Heilung und echte Kraftentfaltung möglich werden.
Räume, in denen alles seinen Platz haben darf.







