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Planen Sie die Karenz!

Aller Anfang ist schwer. Das gilt auch für den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben nach der Geburt eines Kindes. Für kurze oder längere Zeit werden Akten, Büromief und Regelmäßigkeit gegen Windeln, Frischluft und Instabilität eingetauscht, und plötzlich soll wieder alles anders sein. Wie Karenzplanung ausschauen kann, wann und wo sie ansetzt und welche Grundsätze berücksichtigt werden müssen, um Kind, Beruf und Haushalt unter einen Hut zu bekommen, hat women30plus für Sie zusammen gestellt.

Ein Baby ist unterwegs. Gemeinsam mit den ersten Gedanken an neues Leben, mit der Suche nach Namen, Hochstuhl und Kinderwagen sollte auch die Karenzplanung einsetzen. Denn die Planung von babybedingten Ausfallzeiten ist weit mehr, als das obligate hallo, ich bekomme ein Kind an den erstaunten Chef, es geht um den Umstieg in die Kinderbetreuungsphase, Absprachen und Vereinbarungen in der Partnerschaft, Arbeitszeitmodelle, Weiterbildungsmaßnahmen, Rückkehrszenarien und ähnliches.

Schwangerschaft
Grundlegende Fragen können schon während der Schwangerschaft geklärt werden. Dadurch ist es später möglich, sich anfangs voll auf das Baby zu konzentrieren und unnötige Gedanken vorerst auszusparen.

Privates Umfeld
Im privaten Bereich ist es jetzt sinnvoll, Vorkehrungen für die Zeit danach zu treffen. So können Ablauf und Aufteilung der Karenzzeit, Kinderbetreuung und die Organisation des Haushaltes geregelt werden.

Wer, wie, wann die Karenz in Anspruch nehmen will und kann, sollte bereits in diesem Frühstadium besprochen werden. Entspannte Gespräche in trauter Zweisamkeit garantieren bestmögliche Entscheidungsfreiheit und Konzentration auf das Wesentliche. Gleichzeitig muss auch klargestellt werden, wer, wann die Haushaltsführung übernimmt und welche Formen der Kinderbetreuung in Frage kommen (mehr dazu siehe Kinderbetreuungsphase).

Arbeitgeber/zuständige staatliche Stellen
Es ist wichtig, mit dem bisherigen Arbeitgeber früh genug in Kontakt zu treten, um Klarheit über den beruflichen Wiedereinstieg und den gewünschten Arbeitsumfang zu schaffen. Gespräche mit dem Arbeitgeber oder den staatlichen Stellen wie Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds, WAFF, Arbeitsmarktservice, Arbeiterkammer Wien etc. garantieren jetzt günstige Vereinbarungen für später. Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, die Karenz nicht zu früh zu melden, da der Kündigungsschutz frühestens mit der Geburt des Kindes bzw. 4 Monate vor dem Antritt einer Karenz im Anschluss an die Karenz des anderen Elternteiles beginnt.

Das abz*Austria, ein Verein zur Förderung von Arbeit, Bildung und Zukunft von Frauen, bietet werdenden Eltern im Rahmen des KarenzKarriereKompetenz Zentrums die Möglichkeit, sich über Karenzplanung vor, während und nach Beginn der Berufsunterbrechung zu informieren und Kurse wie Karenz und Kompetenz oder Coaching Karenz und Wiedereinstieg zu besuchen. Doch damit nicht genug, denn diese Plattform hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf von der Ebene der Frauenproblematik auf jene des Managements zu verlegen und ein systematisches Auszeitenmanagement zu schaffen. Indem Arbeitgeber Handlungsbedarf frühzeitig erkennen, rechtzeitig planen und daraus Nutzen für sich und Karenzierte ziehen, wird Schwangerschaft nicht länger zum Stressthema, sondern zum Glücksfall für alle. Dies führt zu flexiblen Arbeitszeitmodellen, die wertvolle Personalressourcen sichern,  verkürzten Abwesenheitszeiten, geringerer Fluktuation und somit niedrigeren Eingliederungskosten für Wiedereinsteigerinnen und erhöhter Motivation seitens der Mitarbeiter. In Zeiten sich verändernder Arbeits- und Lebenswelten kann diese Orientierung an einer ausgeglichenen Work Life Balance und an familienfreundlichen Strukturen zum Erfolgsfaktor für jedes Unternehmen werden.

Kontakte
Um nach der Geburt den Anschluss nicht zu verlieren, ist es sinnvoll, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, die in ähnlichen Lebenssituationen sind, und Netzwerke zu bilden. Helfen können hierbei unter anderem städtische und private Eltern-Kindzentren (www.wien.gv.at/menschen/magelf/baby/ekizent.html, www.nanaya.at, ww.sani.at, www.elternkindzentrum.com, www.kind-und-kegel.at), organisierte Babyevents, etc.

Karenzzeit
Diese anfänglich sehr turbulente Zeit bietet die Möglichkeit, Bilanz über bisherige berufliche Tätigkeiten, Handlungsmuster und eigene Vorstellungen zu ziehen. Durch die emotionale und räumliche Entfernung zum Leben vor dem Baby ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sich Gedanken über die Zukunft und die eigenen Kompetenzen zu machen, Altlasten eventuell abzuwerfen und mit frischem Elan neu durchzustarten. Beschäftigungen und Gespräche mit Menschen außerhalb des üblichen Arbeitsumfeldes eröffnen in dieser Phase neue Perspektiven bzw. verstärken oftmals den Wunsch, bald wieder dorthin zurückzukehren, wo man vor der Schwangerschaft aufgehört hat. Der berufliche Neustart bzw. Wiedereinstieg ist ein wichtiger Schritt für die spätere wirtschaftliche Unabhängigkeit jeder Frau.

Prinzipiell haben Personen, die sich in Karenz befinden, Zugang zu allen Qualifizierungsmaßnahmen des Arbeitsmarktservice (www.ams.or.at). Eine spezielle Auswahl ermöglicht die Vereinbarkeit von Wiedereinstieg und Kinderbetreuung. Auch der WAFF (www.waff.at) kann in diesem Zusammenhang weiterhelfen und dient jenen, die kein festes Arbeitsverhältnis haben, als Orientierungshilfe.

Allen, die wieder in ihren angestammten Beruf zurück wollen, sei angeraten, den Kontakt zum alten Unternehmen zu halten. Das kann entweder durch regelmäßige Besuche in der Firma und bei beruflichen Events sein, über den Verteiler des internen Newsletters, den Intranetzugang bzw. email-Account, durch Zusendung der Mitarbeiterzeitung oder etwa durch die Übernahme von Urlaubsvertretungen oder der Mitarbeit an Projekten im Rahmen einer geringfügigen Erwerbstätigkeit innerhalb der Zuverdienstgrenze (€ 341,16/ Monat). Äußern Sie Ihren Wunsch zur Mitarbeit unmissverständlich, und zeigen Sie Interesse an Veränderungen und Neuerungen im Unternehmen. Auch Ihre Bereitschaft von zu Hause aus zu arbeiten, macht Ihren Willen zur Mithilfe deutlich. Prinzipiell ist der Arbeitgeber auch während der Karenz verpflichtet, über wichtige Betriebsgeschehnisse wie Konkurs, Umstrukturierungen oder Weiterbildungsmaßnahmen Bescheid zu geben. Gesetzlich einfordern kann man diesen Anspruch allerdings nicht.

Im Falle der Inanspruchnahme der Elternteilzeit ist es wichtig zu wissen, dass diese gesetzlich nur für jene Eltern Gültigkeit hat, die mit dem Kind in einem gemeinsamen Haushalt leben beziehungsweise die Obsorge für das Kind haben. Wenn Sie zusätzlich seit mindestens drei Jahren in einem Betrieb mit mehr als 20 Arbeitnehmern tätig sind, können Sie gemäß einer Vereinbarung mit dem Unternehmen bis zum 7. Geburtstag oder einem späteren Schuleintritt des Kindes eine Änderung der Arbeitszeit verlangen. Laut Österreichischem Institut für Familienforschung betrifft das jedoch nur 33 % der unselbständig erwerbstätigen Frauen und ist somit für das Gros der Mütter nicht einforderbar.

Der Anspruch auf Elternteilzeit muss außerdem spätestens drei Monate vor Ende der Karenzzeit beim Arbeitgeber angemeldet werden. Probleme gibt es hier häufig durch den Unterschied zwischen arbeitsrechtlicher Karenz und der Auszahlung des Kinderbetreuungsgeldes. Denn während Letzteres bis Ende 2007 für einen Elternteil bis zum vollendeten 30. Lebensmonat des Kindes ausbezahlt wurde (36 Monate, wenn beide die Elternteilzeit in Anspruch nahmen), galt der Kündigungsschutz in beiden Fällen nur für 24 Monate. Ab 2008 gibt es neben diesem Modell außerdem zwei neue Varianten, gemäß denen man die Bezugsdauer und den Kindergeldbezug selber festlegen kann: also je kürzer die Karenzzeit, desto höher das Kindergeld und umgekehrt.

Der Umstieg in die Kinderbetreuungsphase ist zweifelsohne nicht einfach. Das Wichtigste im jetzigen Leben, das Baby/Kind, muss jemand Anderem, oftmals Fremdem anvertraut werden. Dafür ist es notwendig, loszulassen und Vertrauen zu schenken. Für einen guten Wechsel unbedingt erforderlich ist daher die positive Grundeinstellung zur außerhäuslichen Betreuung, die auch dem Kind vermittelt werden soll.

Sorgen Sie für ein lückenloses Kinderbetreuungsnetzwerk und probieren Sie es aus, bevor der berufliche Stress wieder einsetzt. Unerlässlich in dieser Phase sind ausreichend Zeit und ein einfühlsamer Umgang mit dem Kind. Wenn möglich, sollten regelmäßigere kürzere Aufenthalte in der Einrichtung vereinzelten längeren vorgezogen werden.

Eine Übersicht über die möglichen Formen der Kinderbetreuung gibt es hier (www.help.gv.at/37/370100_f.html).
Private Kindergärten und Horte findet man hier (www.kindergarten.at), nach Postleitzahlen geordnet und mit Abfragemöglichkeit nach leeren Plätzen hier (www.kinderdrehscheibe.at).

Bei der Wahl der Betreuungseinrichtung sollte Folgendes beachtet werden:
pädagogische Ausrichtung, Umgang mit Kindern und Grenzen, Angebot
Rahmenbedingungen wie Anfahrtszeit, Preis und Öffnungszeiten 
eigener persönlicher Eindruck vor Ort, Leitung/MitarbeiterInnen

Back at work
Mütter, die wieder im Berufsleben stehen, müssen lernen, sich selbst und anderen Grenzen zu setzen. Perfekte Organisation, ein gutes Netzwerk, auch für den Notfall, Delegieren und ein Umdenken bei allen Beteiligten ist notwendig, um einen reibungslosen Tagesablauf garantieren zu können. Das Leben hat sich mit dem Kind verändert, Anforderungen und Kollegen möglicherweise auch. Ein schlechtes Gewissen ist beim Wiedereinstieg jedoch fehl am Platz, denn auch eine working mum hat Zeit und Liebe für Ihr Kind und garantiert damit Zufriedenheit auf beiden Seiten.

Quelle: www.women30plus.at




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