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MÄNNER ESSEN ANDERS

Medizin populär, Ausgabe Juni 2007

Ernährungstipps für Ihn

Während das weibliche Geschlecht im Unterrichtsfach gesunde Ernährung ganz gute Noten einheimst, brauchen die Herren der Schöpfung hier dringend Nachhilfe. Denn zuviel Fleisch, schädliche Transfettsäuren und Alkohol sind Treibstoffe, die dem männlichen Motor auf Dauer schaden. Herz, Hirn und Libido verlangen nach ganz bestimmten Nährstoffen und Vitaminen, damit sie klaglos funktionieren. Ein Stoffwechselexperte erklärt, welche Ernährung bei den drei häufigsten männlichen Gesundheitsproblemen hilft.

Von Mag. Petra Hauk

Kommt Ihnen das bekannt vor? Jemand sitzt vor seinem Schinken-Käse-Weckerl und entfernt sorgfältig Salatblatt, Tomate und Gurke. Das ist sowieso nur fürs Auge, murmelt derjenige dann meistens in seinen Bart. Und das darf man durchaus wörtlich nehmen, denn in den meisten Fällen handelt es sich dabei um einen Mann.

Ein dummes Klischee? Nein. Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen das Bild vom Fleischtiger, der am liebsten hinter dem Grill steht und das Steak schön medium brutzelt: Laut Wiener Gesundheitsbericht konsumieren rund drei Viertel der befragten Männer mehrmals pro Woche oder sogar täglich Fleisch.

Schuld an dieser ungesunden Ernährungs-Vorliebe sind unsere Urahnen: Als Männer noch mit dem Speer Mammuts und Wildschweine jagten, waren Kraft und Ausdauer entscheidende Überlebensvorteile für die ganze Sippe. Die nötige Power für Tagesdistanzen von bis zu 15 Kilometern lieferten vor allem saftige, fettreiche Fleischmahlzeiten.

Gefährliche Steinzeit-Diät

Heutzutage ist soviel Super-Benzin aber nicht mehr notwendig, denn körperliche Spitzenleistungen müssen die wenigsten Männer erbringen. Der durchschnittliche Schreibtischtäter bewegt sich täglich nicht mehr als 700 Meter fort. Wer sich aber bei praktisch null Bewegung an die Steinzeit-Diät hält also viel Fleisch, wenig Obst und Gemüse , handelt sich über kurz oder lang gravierende gesundheitliche Probleme ein, erklärt der Stoffwechselexperte und Hormonspezialist Dr. Markus Metka aus Wien: Tierisches Eiweiß hat besonders viele gesättigte Fettsäuren und ist reich an Cholesterin. Das belastet erwiesenermaßen die Blutgefäße. Ein Überschuss, wie er in der männlichen Ernährung vorkommt, führt zu Ablagerungen in den feinsten Gefäßen. Dadurch wird die Nährstoffzufuhr zu den Zellen behindert. Bekannte Folgen sind Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Typische Männerkrankheiten wie zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen zeigen.

Schädliches Bauchfett

Nicht nur zuviel Steaks & Co, auch andere Ernährungsfehler wie Fast-Food, Knabbereien, Weißbrot im Überfluss, Fertiggerichte mit schädlichen Transfetten und übermäßiger Alkoholkonsum gehen auf das männliche Sünden-Konto. Da ist es kein Wunder, wenn das starke Geschlecht viel häufiger mit Übergewicht zu kämpfen hat als Frauen. Mehr als die Hälfte der Österreicher (50,8 Prozent) gilt laut Statistik als übergewichtig. Einen so hohen Anteil hat innerhalb der EU nur noch Griechenland. Ganz anders bei den Frauen: Hier weist Österreich den geringsten Prozentsatz an Dicken aus.

Das Gefährliche beim männlichen Übergewicht ist der Umstand, dass sich das Fettgewebe vor allem in der Bauchgegend ansammelt, erklärt Dr. Metka. Neuere Studien zeigen, dass die Messung des Bauchumfanges unter Umständen mehr über mögliche Gesundheitsrisiken aussagt als die Bestimmung des Body-Mass-Index. Denn Bauchfett ist quasi das Labor für gefährliche Stoffwechselvorgänge. Je größer die Fettdepots am Bauch, desto höher ist der Umsatz an Fettsäuren, die an die Leber fluten, den Insulinstoffwechsel stören und die Triglyzeridbildung verstärken. Messen Sie nach: Das Risiko beginnt bei Männern bei 94 Zentimetern und wird ab 100 Zentimetern gefährlich.

Speiseplan der Liebe

Wie die Ernährung Libido & Zeugungsfähigkeit beeinflusst

Einseitige Ernährung und zuviel Gewichtsgepäck haben auch Auswirkungen auf die männliche Libido und die Zeugungsfähigkeit. Einer finnischen Studie zufolge steigt die Gefahr der Unfruchtbarkeit um zehn Prozent pro zehn Kilogramm Übergewicht an. Bei den stark Übergewichtigen ist das Risiko sogar doppelt so hoch, unabhängig vom Alter der Männer.

Die Ursachen kennt man noch nicht genau, meint Dr. Metka, aber Übergewicht könnte mit einer schlechteren Samenqualität oder einer niedrigeren Samenkonzentration einhergehen oder Hormonabweichungen verursachen. Eine weitere Erklärung wäre, dass die Libido von dicken Männern einfach niedriger ist. Umstände, die man mit einer gesunden Ernährung beeinflussen kann. Da die Produktion neuer Spermien etwa drei Monate dauert, macht sich eine Nahrungsumstellung erst nach etwa einem Vierteljahr bemerkbar.

Diese Nährstoffe und Vitamine dürfen im Speiseplan zukünftiger Väter nicht fehlen:

* Vitamin C verringert das Risiko geschädigter Spermien. Mindestens 60 Milligramm am Tag sind empfehlenswert. Diese Menge findet sich in einem halben Glas frisch gepresstem Orangensaft. Wer raucht (und es sich nicht abgewöhnen kann) braucht etwa die doppelte Menge.

* Zink steigert die Samenmenge und das Männer-Hormon Testosteron. Mindestens zwölf bis 15 Milligramm sollte Mann täglich aufnehmen. Ideale Quelle: weiße Bohnen in Tomatensoße (170 g enthalten 3,55 mg Zink) und (dunkles) Hühnerfleisch (2,38 mg Zink in 85 g Fleisch).

* Kalzium und Vitamin D verbessern amerikanischen Forschern zufolge die Fruchtbarkeit. Besonders kalziumreich sind fettarme Milch und Joghurt. Vitamin D findet sich in Milch und Lachs.

Verzichten Sie der Zeugungskraft zuliebe möglichst auf Alkohol. Dr. Metka: Ein gelegentliches Bier zum Essen ist unbedenklich. Aber regelmäßiger Konsum von Wein, Bier und harten Getränken kann die Spermienmenge mindern und die Anzahl abnormer Spermien erhöhen.

Essen hält Männer gesund

Richtige Ernährung schützt vor den drei häufigsten männlichen Gesundheitsproblemen

* Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Auch wenn das weibliche Geschlecht aufholt Herzinfarkt ist in erster Linie immer noch ein männliches Problem: Etwa die Hälfte aller Todesfälle geht auf sein Konto. Vielen Ursachen, wie etwa verstopften Arterien und verhärteten Gefäßwänden, kann man mit einer entsprechenden Ernährung vorbeugen. Dr. Metka: Und zwar, indem man die tierischen, gesättigten Fette durch ungesättigte, pflanzliche Öle wie Raps- oder Olivenöl ersetzt und Vollkornprodukte, Fisch, Knoblauch und fünf oder mehr Portionen Obst und Gemüse am Tag isst. Auch bei den Getränken sollten Männer Änderungen im Speiseplan vornehmen und statt zu Kaffee und Bier lieber zu grünem Tee greifen. Denn das starke Geschlecht reagiert sensibler auf die gefäßschützende Kraft des Tees. Eine japanische Studie konnte belegen, dass sich bei Männern das Arterioskleroserisiko um bis zu 50 Prozent reduziert, wenn sie täglich drei bis vier Tassen grünen Tee trinken bei Frauen ließ sich hingegen dieser Effekt nicht beobachten.

* Bluthochdruck: Bluthochdruck steigert das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall. Die wichtigste Maßnahme dagegen ist zuerst einmal eine langsame Gewichtsreduktion, so Dr. Metka. Zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung sollte man auf das Spurenelement Kalium achten. Man schätzt, dass eine gesteigerte Kaliumaufnahme pro Tag die Rate an Todesfällen, die in Zusammenhang mit Bluthochdruck stehen, um 25 Prozent senken kann. Kalium findet sich zum Beispiel in Bananen, in einem großen Glas Orangensaft und vielen anderen Früchten und Gemüsen, etwa in Hülsenfrüchten. Bohnen, Linsen und Erbsen darf man also mit Fug und Recht als Männer-Gemüse bezeichnen, so Dr. Metka, denn sie sagen Bluthochdruck den Kampf an, bauen Muskeln auf, unterstützen die Fettverbrennung und regulieren die Verdauung.

* Prostata-Probleme: Prostatakrebs ist einer der am weitesten verbreiteten tödlichen Tumore bei Männern über 55. Zur Vorsorge empfehlen Experten neuerdings Tomaten- und Sojaprodukte. Eine sechsjährige Studie der Harvard Medical School brachte ein erstaunliches Ergebnis: Männer, die mehr als zwei Mal pro Woche Lebensmittel auf Tomatenbasis aßen, hatten ein um 34 Prozent reduziertes Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken. Der Wirkstoff, der Tomaten so wertvoll im Kampf gegen Krebs macht, ist das Lycopin, erklärt Dr. Metka: Es neutralisiert im Körper die schädlichen freien Radikalen. Da hochkonzentriertes Tomatenmark und Dosentomaten aus reifen Tomaten hergestellt werden, enthalten sie wesentlich mehr Lycopin als frische Tomaten. Die Schlagzeile ,Ketchup gegen Krebs kann man also durchaus ernst nehmen. Was die Sojaprodukte zur Vorsorge angeht, so enthalten diese Lebensmittel Pflanzenöstrogene, die die Aktivität eines an der Bildung von Prostatakrebs beteiligten Hormons hemmen. Viele schwören auch auf die positive Wirkung von Kürbiskernprodukten, insbesondere von Kürbiskernöl auf die Prostata.

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