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Die Frankenfalle

Die Frankenfalle: Wechsel vom Franken zum Euro ist gut für Banken und teuer für Kunden

  • Fremdwährungsverträge kranken nicht am Franken
  • Tatsächlich ist Schweizer Währung besonders stabil
Die Banken wollen Kreditnehmer zum Wechsel vom Franken in den Euro bewegen. Für Kunden ist das ein teures Geschäft. Die Banken könnten
so aber ihre eigenen Probleme sanieren.

Bisher galten im Umgang mit den Eidgenossen zwei Maximen: Nur ein Skirennen, bei dem wir vor den Schweizern liegen, ist ein gutes Rennen. Nur beim Kredit für den Hausbau geben wir ganz eindeutig dem Schweizer Franken den Vorzug vor heimischen Zahlungsmitteln. Doch jetzt wollen die Banken dem Volkssport Fremdwährungsdarlehen einen Riegel vorschieben. Die Neuvergabe wurde auf nachdrückliche Empfehlung von Nationalbank und Finanzmarktaufsicht bereits gestoppt. Und bei bestehenden Krediten sollen die Kunden mehr oder weniger freiwillig aus dem Franken aussteigen und in den Euro wechseln.

Argument: Kundeninteresse
Angeblich ist das alles im Interesse der Kunden. Die Argumentation der Banken: Die derzeitige Finanzkrise hat auch die Währungsmärkte kräftig durchgeschüttelt. Für den Kunden wäre der Euro jetzt viel sicherer. Nationalbank-Direktor Andreas Ittner: Die Schwankungen im Franken sind derzeit viel größer geworden. Die Frage ist jetzt, ob man als Kunde bereit ist, Verluste in Kauf zu nehmen. Jeder muss sich überlegen, welches Risiko er noch nehmen möchte.

Übeltäter Tilgungsträger
Tatsächlich sind viele Fremdwährungsverträge derzeit unter Wasser. Das liegt aber in den seltensten Fällen am Franken, sondern am sogenannten Tilgungsträger. Ein Großteil der Frankenkredite wird nämlich nicht laufend getilgt, sondern sie bleiben bis zum Ende in konstanter Höhe offen. Um den Kredit am Ende zurückzuzahlen, wird Geld in Fondspolizzen oder in Fonds angespart. Da diese Tilgungsträger meist hohe Aktienanteile aufweisen, ist das Guthaben in den letzten Monaten kräftig gesunken und liegt weit unter Plan.

Franken weiter im Plus
In der Regel ist dagegen die Währungskomponente trotz des jüngsten Kursanstiegs der Schweizer Währung weiter im Plus. Das gilt insbesondere dann, wenn man auch den enormen Zinsvorteil zum Euro berücksichtigt. Die Prognosen sprechen gerade wegen des jüngsten Höhenflugs für einen Verbleib im Schweizer Franken. So schätzt die RZB, dass der Franken bis September 2009 wieder auf einen Kurs von 1,58 Euro fällt, was die Schuldenlast verringern würde. Außerdem erwarten die RZB-Analysten einen Rückgang des Libor-Referenz-Zinssatzes für den Franken von derzeit rund drei auf nur noch ein Prozent. Zwar wird auch im Euro ein Zinsrückgang vorhergesagt, der Franken soll aber 1,5 Prozent günstiger bleiben.

Im Monat 220 Euro zusätzlich
Eigentlich wäre es weit sinnvoller, im günstigen Franken zu bleiben und stattdessen den Tilgungsträger mit erhöhten Raten zu besparen. Auch das kann ziemlich teuer werden. Wer zum Beispiel vor zwölf Jahren einen 250.000-Euro-Fremdwährungskredit aufgenommen hat, müsste die Monatsrate für den Tilgungsträger von 1.342 um 443 Euro auf 1.785 Euro erhöhen, um mit der bisher erzielten niedrigen Rendite doch zum Ziel zu kommen. Eine zusätzliche Konvertierung in Euro kostet weitere 222 Euro pro Monat in der Praxis kann sich das kaum ein Häuslbauer leisten.

644 Millionen Euro mehr Zinsen
Insgesamt haben Privatkunden derzeit ein Fremdwährungsvolumen von 42,9 Milliarden Euro offen übrigens zu mehr als 90 Prozent im Franken, der Rest sind Yen und US-Dollar. Wenn man jetzt für diesen Betrag eine um 1,5 Prozent höhere Jahresverzinsung kalkuliert, kommt man insgesamt auf eine Mehrbelastung von 644 Millionen Euro und das Jahr für Jahr. Finanzierungsberater Gerhard Massenbauer glaubt deshalb nicht, dass die Banken wirklich die Sorge um das Wohl der Kunden bewegt: Das eigentliche Problem ist, dass die Banken den Franken heute nur noch mit erheblichen Aufschlägen zum Libor einkaufen können, die sie in den meisten Fällen nicht an die Kunden weiterverrechnen können. Diese Probleme tragen die Banken jetzt auf dem Rücken der Kunden aus und lassen diese die Zeche zahlen.

Von Martin Kwauka und Robert Winter

www.format.at, 27.10.2008



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