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„Beste Anlagechancen gibt es in Emerging Markets“

Der Chefstratege von HSBC Investments, Christian Heger, über die Vorteile der Schwellenländer, die Auswirkungen der Dollar-Schwäche auf diese Märkte und die attraktivsten Börsen.

 

INVESTOR: Es gibt die Einschätzung, dass sich die Wirtschaft und die Kapitalmärkte der Schwellenländer von der US-Entwicklung abkoppeln konnten. Sind Sie ein Anhänger dieser Theorie?

 

Christian Heger, HSBC: Die Emerging Marktes sind natürlich auch eingebettet in das globale Wirtschaftsleben. Die grundsätzliche Annahme, dass sich diese Märkte abkoppeln, ist daher nicht sehr realistisch. Aber es hat sich neben den G7-Staaten ein neuer Block gegründet, der auf eigenen Beinen stehen kann.

 

Was hat sich hier geändert?

Aus der Asien-Krise im Jahr 1998 wurden viele Lehren gezogen. Die asiatischen Staaten wollen seither nicht mehr vom Ausland abhängig sein. Das hat dazu geführt, dass es in diesen Ländern eine hohe Sparrate gibt und die Regierungen auf Budgetüberschüssen sitzen. Zudem hat sich der Konsum sehr dynamisch entwickelt. In den BRIC-Ländern (Brasilien, Russland, Indien und China; Anm.) ist der Zuwachs beim Konsum mittlerweile genauso groß wie in den USA.

 

Wie sehen die Bewertungen in den Schwellenländern aus?

Auch diese Börsen haben deutliche Abschläge hinnehmen müssen. Indien ist der größte Verlierer. Die Bewertungsniveaus sind dadurch zurückgefallen und historisch gesehen attraktiv. Die chinesischen H-Shares (die in Hongkong gelistet sind; Anm.) werden zu einem Kurs-Gewinn-Ver hältnis von unter 14 gehandelt. Die indische Börse ist von 17 bis 18 auf 14 zurückgekommen. Wenn sich die Märkte weiter stabilisieren, dann haben Sie in den Emerging Marktes sicher die besseren Anlagechancen.

 

Ist die Dollar-Schwäche nicht eine Gefahr für Aktien aus den Emerging Markets?

Den Dollar halten wir seit geraumer Zeit für überverkauft. Ich denke schon, dass ein Ende der Fahnenstange absehbar ist. Sobald die Europäische Zentralbank die Zinsen senken wird, wird auch der Euro wieder schwächer werden. Ein Wechselkurs von 1,40 Dollar je Euro ist da durchaus möglich. Die Währungen der Emerging Markets sind eng mit dem Dollar verknüpft. Steigt der Dollar, sind hier zusätzliche Währungsgewinne erzielbar. Das gilt auch für Anleihen, bei denen die Spreads im Übrigen sehr attraktiv sind.

 

Welche Schwellenländer würden Sie im Moment favorisieren?

Unsere Favoriten sind derzeit solide Länder wie Brasilien, Russland und Indien, das zuletzt stark korrigierte. Die dort gelisteten Unternehmen können ein höheres Gewinnwachstum erzielen. Bei China würden wir noch etwas abwarten, weil die Inflation stark gestiegen ist. Sie beträgt rund neun Prozent. Das ist sehr viel und nicht unmittelbar in höhere Löhne umsetzbar.


 

Wie beurteilen Sie Wie beurteilen Sie die momentane Finanzkrise? Haben wir das Schlimmste schon hinter uns?

Bankaktien haben sich stabilisiert und von den Verlusten erholt. Die Märkte haben sich an die hohen Abwertungszahlen gewöhnt. Schreckensmeldungen von 1000 Milliarden Dollar haben an den Börsen kein Beben mehr ausgelöst. Das ist kein großes Thema mehr. Was sehr wohl ein Thema ist, ist, dass die Konzerngewinne unter Druck kommen. Die Frage ist, ob das schon in den Aktienkursen eingepreist ist. Die Analysten unterstellen noch immer ein Gewinnplus. Doch das korrespondiert nur schwer mit der abflauenden Konjunktur. Daher gehen wir davon aus, dass in diesem Jahr die Gewinne rückläufig sind und 2009 nur verhalten ansteigen werden. Doch das ist eine normale Korrektur.

 

Das heißt, Sie sind für die Aktienmärkte gar nicht so pessimistisch?

Der Abwärtstrend, der im Juli des Vorjahres begann, ist zu zwei Drittel durch. Wir sehen im Herbst ein Rückfallrisiko, wo es noch einmal zehn Prozent bergab gehen kann. Aber schon 2009 wird wieder ein gutes Jahr. Hauptgrund ist die Bewertung, die nicht sehr hoch ist.


Das Interview führte Christian Kreuzer

www.wirtschaftsblatt.at, 08.05.2008




 

 



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